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Buchtipps

„Kühn hat Ärger“ ist der zweite Roman um den 45-jährigen Münchner Kommissar Martin Kühn. Nach einer zweimonatigen Burnout-Pause ist er in den Dienst zurückgekehrt und wird mit einem neuen Fall konfrontiert. An einer Tramhaltestelle in einem der schicksten Wohngebiet Münchens hat man frühmorgens die übel zugerichtete Leiche eines totgeprügelten jungen Mannes gefunden, gekleidet mit Edelklamotten, allein die Nike-Sneakers, so Kühns Kollege Steierer, wären teuer als Kühns Anzug. Aber irgendwie passt das nicht.

Die Idee an sich ist nicht neu. Der künstliche Mensch. Mit Mary Shelley`s „Frankenstein“ ist sie in der Literatur fest verankert, ein Klassiker, mehrfach verfilmt. Mit der Gentechnik ist sie fast schon in der Realität angekommen. Wer weiß schon, woran so manche Zauberlehrlinge in den Laboren experimentieren. Mit ihrem Wissenschaftsthriller DAS ALPHABET DER SCHÖPFUNG nimmt die Autorin I.L.Callis sich auf 464 Seiten des Themas in einer zeitgemäßen Version an. Der Journalist Alexander Lindahl wird von seinen alten Freund Max von Damme nach Berlin eingeladen.

Ein biographischer Roman über Joseph de Bologne, dem späteren Chevalier de Saint-Georges. Als dieser war er ab seinem 19. Lebensjahr am Vorabend der französischen Revolution in Frankreich bekannt. Und nicht nur dort. Bekannt als Geigenvirtuose. Als Komponist. Als Fechtmeister. Als Freund von Laclos, dem Autoren der „Gefährlichen Liebschaften“ und von Alexandre Dumas, dem Vater des Autoren der „Drei Musketiere“. Und bekannt als Liebhaber, dem sogar amouröse Eskapaden mit Marie Antoinette nachgesagt wurden.

In seinem Roman DIE GLOCKE IM SEE nimmt der norwegische Autor Lars Mytting seine Leser mit auf eine Reise im Jahr 1880 nach Butangen, einem kleinen Ort im Gudbrandsdalen, dort wo Peer Gynt gelebt hat, dort wo der dunkle Süßmolkekäse aus Kuh- und Ziegenmilch herkommt. Und die Welt der nordischen Sagen und Mythen, von Trollen und Riesen, guten wie bösen.

Ein Buch „von einem, der auszog, um in seiner neuen Heimat anzukommen“, oder: „vom einem, der zurückkam, um seine alte Heimat zu finden“. Mit diesen beiden Untertiteln ist das Buch von Jan Brandt, das er auf einer Lesung am 22. Januar in der Gemeindebücherei Ganderkesee vorstellen wird, eigentlich schon beschrieben. Es ist ein Buch, der Begriff Roman wird ihm nicht gerecht, über Heimat- und Identitätsverlust.

Slough House ist der Ort, an den der MI5 seine Agenten schickt, die bei einem Einsatz so sehr versagt haben, dass sie eigentlich auch gefeuert werden könnten. Hierhin wird versetzt wer Probleme mit Alkoholismus hat, entschlüsselte Informationen in der Londoner U-Bahn hinterlässt oder King's Cross in einem nur als Übung dienenden Einsatz zum Schließen bringt. Jeder der Ex-Agenten, genannt Slow Horses, hegt immer noch ehrgeizige Träume, in das gelobte Land des Regent's Park zurückzukehren, obwohl allgemein bekannt ist, dass das noch keiner geschafft hat.

Wer Rainbow Rowells wunderbaren Roman „Fangirl“ gelesen hat weiß bereits, dass Simon Snow der erfundene Titelheld einer äußerst spannenden Reihe von Zauberabenteuern ist. Weil Simons Schicksal aber offen blieb und diese Figur die Autorin einfach nicht losließ, schrieb sie ihm einfach noch einen eigenen Roman- zum Glück für alle gespannten Leser! Die dürfen nun endlich erfahren, wie das Abenteuer von Simon und seinem Erzfeind Baz in die letzte Runde geht.

Fünf Frauen, fünf Leben, eine Geschichte. Sie sind über Freundschafts- oder Verwandtschaftsbeziehungen miteinander verbunden, leben in Leipzig und alle Fünf haben ihren Platz in der Gesellschaft nicht gefunden. Diese Frauen haben privat wie beruflich einiges zu schultern. Trotz vermeintlich guten Verankerung im bürgerlichen Leben scheint keine von ihnen ein beständiges Liebes- und Familienglück zu finden.  In fünf Erzählabschnitten steht jeweils eine der Frauen im Mittelpunkt. Sie erleben die Liebe auf recht unterschiedliche Art und Weise.

Raufarhövn ist ein kleiner Ort fast am nördlichsten Punkt Islands. Wer Einsamkeit und Nordlicht sucht ist hier richtig. Bekannt ist Raufarhövn eigentlich nur durch den Arctic Henge, einem Freiluftkunstwerk. Ansonsten ist hier nichts los. Irgendwann ist der Hering weggeblieben und die Landflucht setzte ein, früher ein geschäftiger Ort leben hier inzwischen nur noch 160 Menschen, die vielleicht nur noch drauf warten, dass jemand das Licht ausmacht.

Constantin Marx, Architekt, Ich-Erzähler in dem Roman EIN MANN DER KUNST des deutsch-isländischen Autors Kristof Magnusson ist Mitglied des Fördervereins des Frankfurter Wendevogel Museums. Seine Mutter Ingeborg, inzwischen etablierte 68-erin, deren Wohnung in jedes Lifestyle-Magazin passen würde, steht diesem hochmotivierten Verein vor. Man plant einen Wochenendtrip in den Rheingau zu dem weltberühmten Künstler K.D.