Mit den Worten „Go Zero“, die per SMS zeitgleich an zehn verschiedene Handys verstreut in den USA verschickt werden, startet das Überwachungsprojekt „Fusion“ - eine noch nie dagewesene Zusammenarbeit zwischen der CIA und dem Multimedia-Konzern „Worldshare“. Ein riskanter Deal und ein historisches Ereignis, bei der die CIA zum ersten Mal im Inland operiert mit dem Ziel, die Sicherheit des Landes zu maximieren.
Zehn vom System für den Betatest dieses Überwachungsprojekts ausgewählte Probanden - davon fünf Profis - mit der Aufgabe unterzutauchen: Ist es möglich, alle Datenspuren zu eliminieren und sich 30 Tage zu verstecken - vom System unentdeckt?
Das fragt sich auch Kaitlyn Day, Bibliothekarin und „Zero 10“, als sie den Akku aus ihrem Handy nimmt, nachdem sie die Startnachricht erhalten hat. Zwei Stunden bekommen die Teilnehmer Vorsprung, dann beginnt die Jagd. Wer es schafft, nicht aufgegriffen zu werden bis die Zeit abgelaufen ist, dem winken drei Millionen US-Dollar. Kaitlyns Motivation zu diesem Experiment ist jedoch eine andere. Verfolgt von Drohnen und Hubschraubern, beobachtet von Überwachungskameras und Gesichtserkennungssystemen nutzt sie alle ihr zur Verfügung stehenden Hilfsmittel, um den Kampf gegen die Ressourcen von NSA, CIA, FBI und den sozialen Netzwerken zu gewinnen.
Wie gut sie das macht, fällt auch Cy Baxter auf, dem Chef von Worldshare und Initiator von Fusion. Was steckt hinter Kaitlyn Day? Für ihn hängt alles vom Erfolg von Fusion ab, steht unter anderem für ihn ein persönlicher Grund hinter der Operation, bei der die Frage nach der Moral laut wird. Doch darauf hat Cy eine Antwort: „Menschen wollen keine Privatsphäre mehr. Die Privatsphäre ist ein Gefängnis. Die Menschen sind so unglaublich einsam. Sie lechzen danach bekannt zu sein. Weil Beobachtet zu werden, das fühlt sich ein klein wenig so an wie geliebt zu werden.“
Ein seit Jahren ständig präsentes Thema verpackt der neuseeländische erfolgreiche Schriftsteller und Drehbuchautor Antony McCarten in einer spannenden, aber auch beängstigenden Jagd hoch zehn. Buch beiseitelegen? Keine Chance!
Simone Kötter