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Jeder soll von da wo er ist einen Schritt näher kommen

„Das Buch, das Opa sich gewünscht hat“, so beginnt das neue Buch „JEDER SOLL VON DA, WO ER IST, EINEN SCHRITT HÄHER KOMMEN“ von Navid Kermani. Abend für Abend erzählt er, der selber in zwei Religionen zu Hause ist, darin seiner Tochter auf der Schwelle zum Erwachsenwerden von der Religion. Von der eigenen, dem Islam, aber auch von den anderen großen Weltreligionen, den monotheistischen genauso wie von den polytheistischen. Er erzählt über die Unendlichkeit wie auch über „das große Vielleicht“, über das schwarze Licht, die Quantenphysik genauso wie über seine Zweifel, darüber, dass derjenige denkt der zweifelt. Er spricht über die Überlappungen unter den Religionen, über Querverweise zwischen ihnen, über ihre Aneignungen untereinander. Dabei greift er auf das Wissen und die Erkenntnisse der verschiedenen Kulturen zurück, literarisch wie auch philosophisch. Und er spricht über Geburt, Liebe und Tod, aber auch über sein eingeschränktes Wissen, sein manchmal auch ungläubiges Staunen. Und darüber, dass alle Antworten in uns selber liegen, unsere eigenen sind.

Es ist ein wunderbares Buch, das Navid Kermani, ein bereits vielfach bis zum Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichneter Autor seiner Tochter aber Leserinnen und Lesern mit auf den Weg gibt. Seiner Tochter auf den Weg ins Erwachsenenleben, anderen auf den weg durch Leben. Ein Buch, das man am liebsten in einem Stück lesen möchte. Literarisch und poetisch über Fragen, die wir uns alle hin und wieder stellen, stellen sollten. Nicht nur über die Religionen, die man ernst nehmen kann, oder auch wörtlich, wie er Carl Friedrich von Weizsäcker an einer Stelle zitiert. Sondern über das Leben, hier und jetzt, gestern, heute, morgen. Jeder soll von das, wo er ist, einen Schritt näher kommen.

Gustav Förster

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